Pieve di Santa Maria

Die Pfarrkirche Santa Maria ist ein romanisches Gebäude aus dem 11. Jahrhundert. In Archivdokumenten wird sie als „Sancta Maria in ripa padi“ bezeichnet, was auf ihre Lage am heute überdachten Kanal hinweist, der vom Fluss Curone gespeist wird und durch die Stadt fließt. Die Fassade ist schlicht, mit kleinen Hängebögen verziert und durch Pilaster gegliedert. Sie besitzt ein zentrales Rundbogenportal. In der Mitte der Fassade befindet sich ein Okulus, der – ebenso wie der kleine Glockenturm über dem Tympanon – aus einer späteren Epoche stammt. Das Kircheninnere ist dreischiffig und durch viereckige Säulen mit vorgesetzten Halbsäulen in vier Joche unterteilt. Die Kirche schließt mit halbrunden Apsiden ab; das Satteldach ist mit einem Dachstuhl versehen. Die Wände sind schmucklos, bis auf einige Freskenfragmente im Apsisbecken, die möglicherweise Christus Pantokrator darstellen. Die Krypta, die nach der Pfarrkirche erbaut wurde, befindet sich unter der zentralen Apsis und dem Presbyterium und erstreckt sich etwa bis zur Hälfte des Kirchenschiffs. Ihr Kreuzgewölbe wird von sechs kleinen Säulen mit kubischen Kapitellen getragen. Bei Restaurierungsarbeiten kamen unter dem Boden der Hauptapsis Fragmente von Fresken zum Vorschein, die nun durch eine Öffnung sichtbar sind. Die Pfarrkirche beherbergt ein Holzkruzifix der piemontesisch-lombardischen Schule aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Der kürzlich restaurierte Christus besitzt die Besonderheit eines beweglichen Kopfes, der sich auf einem am Hals befestigten Holzstift dreht und ursprünglich von Bart und Echthaar verdeckt war.