Pieve di San Martino

Die ursprüngliche Pfarrkirche, die dem heiligen Martin, Bischof von Tours, geweiht war, wurde in der Langobardenzeit erbaut. Der Kirchenraum des heiligen Martin erfuhr im Laufe der Jahrhunderte bedeutende funktionale und architektonische Veränderungen, die bei den jüngsten Restaurierungsarbeiten deutlich sichtbar wurden. Das gesamte Gebiet von Pasturana wurde zusammen mit Novi Ligure, Fresonara und anderen Orten um 970 von Kaiser Otto I. und seiner Gemahlin Adelheid dem Kloster San Salvatore in Pavia geschenkt. Die Pfarrkirche von Pasturana, die die Jurisdiktion über Tassarolo und weitere Ortschaften umfasste, gehörte bis Mitte des 13. Jahrhunderts zum Bistum Tortona. Papst Innozenz IV. autorisierte mit seiner päpstlichen Bulle vom 3. Juni 1248 ihre Übertragung an das Bistum Genua. Das 14. Jahrhundert markierte den unaufhaltsamen Niedergang der Pfarrei Pasturana, die später zu einer einfachen Pfarrei herabgestuft und der Pfarrei Gavi unterstellt wurde. Die neuen Feudalherren von Pasturana, die Mailänder Familie Trotti, wollten dem Ort ein bleibendes Zeichen setzen und förderten daher den Bau einer neuen Pfarrkirche. Die alte Kirche, die über die Jahrhunderte in Vergessenheit geraten war und heute noch als „la pieve“ bekannt ist, erstrahlt dank einer kürzlich erfolgten Restaurierung wieder in altem Glanz. Das Gebäude, das im Laufe der Zeit zahlreiche Umbauten und Renovierungen durchlaufen hat, weist nach der Restaurierung auf jeder Seite vier gemauerte Säulen auf, die jeweils von vier Holzbalken getragen werden. Die Wände, die den Raum zwischen den Säulen umschließen, bestehen teils aus Ziegeln und Flusssteinen, teils in der traditionellen „Pisè“-Technik. Die Rückseite zeichnet sich durch drei Bögen aus ungebrannten Ziegeln aus. Der schlichte und funktionale Innenraum besteht aus einem einzigen Kirchenschiff.

Adresse und Kontakte
via Roma, 36 - 15060 Pasturana (AL)
Telefon: +39 0143 583.69
Telefon 2: +39 0143 581.71

Link
http://www.comune.pasturana.al.it/index.php?id_testi=6