La Piscina Romana di Corso Bagni

Das große Becken – dessen Überreste in der Nähe des heutigen Corso Bagni entdeckt wurden – war ein wichtiger Bestandteil einer weitläufigen Thermenanlage aus der römischen Kaiserzeit. Es wurde 1913 beim Bau der neuen Säulengänge südlich des Hotel Nuove Terme entdeckt und damals nur teilweise erforscht, bevor es teilweise wieder zugeschüttet und teilweise in das Kellergeschoss des im Bau befindlichen Gebäudes integriert wurde. Weitere Ausgrabungen in den 1970er Jahren brachten andere bemerkenswerte Strukturen zutage, was auf eine Erweiterung der Thermenanlage nach Norden hindeutet. Erst die jüngsten Forschungen (abgeschlossen 2001) legten das Becken vollständig frei und bestätigten die Hypothese einer größeren Thermalanlage, zu der es gehörte. Diese Anlage erstreckte sich vermutlich über ein beträchtliches Gebiet (wahrscheinlich bis zur heutigen Piazza Italia), doch leider ist ein Großteil davon durch die anhaltende menschliche Präsenz in der Neuzeit verborgen oder zerstört. Die Thermen und das nahegelegene Amphitheater (dessen genaue Lage zwar aus den 1950er Jahren stammt, aber bis heute unerforscht ist) lagen in einem Randgebiet der antiken Aquae Statiellae, außerhalb der römischen Siedlung, aber gut erreichbar über die Via Aemilia Scauri. Das rechteckige Becken ist mit 13 x 6,5 Metern beachtlich groß. Es ist direkt in den Fels gehauen und von einer massiven Mauer aus Steinsplittern umgeben, die das Dach trug. Der Zugang war von allen Seiten möglich, da die gesamte Mauer drei unterschiedlich hohe Stufen aufweist, von denen man ins Becken hinabsteigen konnte. An den Längsseiten grenzt es an einen breiten Gang, an den kurzen Seiten an einen deutlich schmaleren Durchgang. Ursprünglich war der Raum von einem Gewölbe mit farbigen Glasmosaiken überspannt (von denen bei Ausgrabungen große Mengen gefunden wurden) und besaß große, verglaste Fenster. Das Becken, das möglicherweise direkt von der Quelle „Bollente“ gespeist wurde, diente innerhalb der Thermen als großes Kalidarium, ein künstlich beheizter Raum für Heißbäder. Das Becken war mit hochwertigen Materialien ausgestattet. Der Beckenboden und die Stufen waren mit weißen Marmorplatten verkleidet, während andere Marmorsorten, darunter auch farbige, die Fassade schmückten: oft importierter Marmor aus Griechenland oder Kleinasien. BITTE BEACHTEN SIE: DIE ANLAGE IST WEGEN BAUARBEITEN VORÜBERGEHEND FÜR DIE ÖFFENTLICHKEIT GESCHLOSSEN.

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