Parco e Area contigua dell'Alta Val Borbera
Das Gebiet des neuen Parks und das angrenzende Alta Val Borbera sind teilweise in das besondere Schutzgebiet „Antola-Massiv, Monte Carmo, Monte Legnà“ (ASP) integriert. Diese Schutzgebiete wurden im Rahmen der Habitatrichtlinie eingerichtet und tragen zur Schaffung des Natura-2000-Netzwerks bei, einem europäischen ökologischen Netzwerk von Gebieten, die zum Schutz der biologischen Vielfalt in Europa ausgewiesen wurden. Das Schutzgebiet Alta Val Borbera liegt auf einer Höhe zwischen 600 und 1.669 Metern und umfasst einen Teil des Quellgebiets des Borbera-Bachs, das den Einzugsgebieten der Bäche Agnellasca und Gordenella entspricht. Diese Becken werden grob durch den Gebirgskamm begrenzt, der am Monte Porreio (1.533 m) beginnt und bis zur Cima dell'Erta (1.020 m) reicht. Dabei durchquert er die Gipfel des Monte Legna (1.669 m), des Monte Carmo (1.640 m) und des Monte Antola (1.597 m). Die Landschaft ist typisch für Apennintäler, die auf relativ weichem Kalkstein entstanden sind. Dadurch konnten sich sowohl abgerundete Bergrücken als auch steile Hänge bilden, die stellenweise von Badlands geprägt sind. Das Gebiet ist das einzige Beispiel im Piemont für eine gebirgige, mediterran geprägte Wald- und Weidelandschaft. Hier koexistiert mediterrane Hangvegetation in einem Mosaik mit mikrothermaler (kaltklimatischer) Vegetation. In einigen Wassereinzugsgebieten kommen mesophile Baumarten vor. Mehr als drei Viertel der Fläche sind von einem ausgedehnten, geschlossenen Wald bedeckt. Die Waldvegetation besteht hauptsächlich aus Buchenwäldern in den höheren Lagen der Hänge, gefolgt von Kastanienhainen, Eichenhainen, Zerreichewäldern und Flaumeichenwäldern (Quercus pubescens). Grasland und Wiesenweiden sind in kleine, noch beweidete Flächen zersplittert: Obwohl Weidehaltung und Viehzucht im Vergleich zu früher deutlich zurückgegangen sind, gilt die Aufgabe der Landwirtschaft als nahezu vollständig. Hoher Wert der Biodiversität des Gebiets Unter den in der Habitatrichtlinie erfassten Lebensräumen ist das xerische Bromus-erectus-Grasland von besonderer Bedeutung. Es gilt als prioritärer Lebensraum, da es eine reiche Orchideenpopulation beherbergt. Zu den in der Richtlinie erfassten Lebensräumen, die sich durch eine gute Repräsentation und einen guten Erhaltungszustand auszeichnen, gehören Heiden, Megaforstpflanzen, Kastanienhaine und die eutrophen Buchenwälder, die die größten Flächen bilden. Hinsichtlich der Flora ist das Vorkommen alpiner Reliktarten wie der Heidelbeere (Vaccinium gaultherioides), der Alpen-Heidelbeere (Homogyne alpina), der Weinrebe (Vaccinium vitis-idaea) und des Koch-Gentiana in höheren Lagen von Interesse. Zu den seltensten Arten zählen das Vorkommen von Anogramma leptophylla, Aremonia agrimonoides, Corallorhiza trifida, Omphalodes verna und Peucedanum schottii, die in der regionalen Roten Liste aufgeführt sind, sowie von Tulipa australis, die in der italienischen Roten Liste als gefährdet gilt. Die Fauna hingegen ist durch das Vorkommen seltener und lokal verbreiteter Arten gekennzeichnet. Der Wolf (Canis lupus) ist seit mindestens zwanzig Jahren stabil in der Region präsent und wurde von 2004 bis 2012 im Rahmen des Piemont-Wolf-Projekts überwacht. Nun ist die Entwicklung eines lokalen Aktionsplans erforderlich, der die Bedrohungen, Managementmaßnahmen (einschließlich Planung und indirekter Eindämmung von Schäden an Nutztieren) sowie die Aktivitäten des Referenzzentrums für große Raubtiere detailliert beschreibt. Die Managementagentur der Schutzgebiete des Piemont-Apennins ist assoziierter Partner dieses Zentrums. Neuere, aber ebenso interessante Berichte betreffen das Stachelschwein (Hystrix cristata). Fledermäuse, die alle unter den Schutz der Habitatrichtlinie fallen, sind mit sechs Arten vertreten: der Wasserfledermaus (Barbastella barbastellus), der Wasserfledermaus (Myotis daubentonii), dem Leisler-Abendfink (Nyctalus leisleri), der Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus), der Großen Hufeisennase (Rhinolophus ferrumequinum) und der Kleinen Hufeisennase (Rhinolophus hipposideros). Letztere beherbergt seit 2012 eine kleine Brutkolonie von 10–20 Weibchen in einem verlassenen Gebäude im Weiler Chiapparo in der Gemeinde Carrega. Zu den Amphibienarten zählen der Brillensalamander (Salamandrina terdigitata) und der Italienische Frosch (Rana italica), deren Vorkommen im Piemont gut dokumentiert ist. Nur in diesem kleinen Gebiet des alexandrinischen Apennins dokumentiert; der ebenso seltene, aber auch in einigen Gebieten der Seealpen vorkommende Strinati-Höhlenmolch (Speleomantes strinatii). Zu den weiteren seltenen Reptilienarten zählen die Mosaiknatter (Natrix tessellata), die Schlingnatter (Coronella austriaca) und die Äskulapnatter (Zamenis longissimus). Zur Vogelwelt gehören vier Arten, die in der Vogelschutzrichtlinie aufgeführt sind: der Neuntöter (Lanius collurio), der Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus), der Ortolanammer (Emberiza hortulana) und die Heidelerche (Lullula arborea), die alle brüten.
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