Forte di Gavi

ACHTUNG: Wegen wichtiger Restaurierungs- und Wartungsarbeiten ist die Festung ab Montag, dem 2. Februar 2026, für die Öffentlichkeit geschlossen – voraussichtlich bis Mitte Juni 2026. Die für ihren Weißwein bekannte Stadt Gavi blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis in die Jungsteinzeit reicht. In römischer Zeit war Gavium ein bedeutendes Dorf an der Verbindungsstraße zwischen der Via Postumia und der Via Emilia. Schon damals wird von einer Burg berichtet, die auf einem Felsen über der Stadt thronte und die Kontrolle über die alte Straße ermöglichte, die Genua mit dem Monferrato und der Lombardei verband. Nach dem Untergang des Römischen Reiches wechselte Gavi häufig die Herrschaft und gelangte schließlich in den Besitz der Genuesen. Einige historische Aufzeichnungen über die Burg datieren bis ins 12. Jahrhundert zurück. Zunächst im Besitz von Barbarossa, dann von dessen Sohn Heinrich, der sie den Genuesen schenkte, war die Festung Schauplatz von Schlachten zwischen Tortona, Genua und Alessandria. Ihren eigentlichen Festungsstatus verdankt sie dem Militäringenieur Vincenzo Maculano, genannt Fiurenzuolo, der 1625 von der Republik Genua beauftragt wurde, ein Projekt zur Erhöhung der Sicherheit und militärischen Stärke der alten Burg zu entwerfen. Die heutige Anlage bildet ein sternförmiges Polygon mit sechs spitzwinklig abstehenden Bastionen, die durch Kurtinen verbunden sind. Innerhalb des Polygons lassen sich zwei Bereiche unterscheiden: der Bergfried (auch Hochburg genannt), der den ursprünglichen Kern umschließt, und die Zitadelle (auch Niederburg genannt), die aus den späteren Gebäuden besteht. Der Bergfried ist ein imposantes Bauwerk; seine Mauern bestehen hauptsächlich aus quadratischen Quadersteinen. Die Zitadelle umfasst zwei langgestreckte Gebäude, eine Kapelle und ein niedriges Gebäude, das zu einem Innenhof führt. Hier sammeln zwei große Zisternen Regenwasser von den Dächern. In der Niederburg befinden sich weitere Gebäude, die einst als Lagerhäuser, Vorratskammern und Pulvermagazin dienten. Von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis 1907 diente die Festung Gavi als ländliches Gefängnis. Während des Ersten Weltkriegs beherbergte sie österreichische Kriegsgefangene. Im Zweiten Weltkrieg diente sie als Gefangenenlager für britische Soldaten und später von den Deutschen als Gefangenenlager für italienische Offiziere. Die Führung findet größtenteils im Freien statt; wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk werden empfohlen. Hunde sind erlaubt, sofern sie an der Leine geführt werden. ÖFFNUNGSZEITEN Die Öffnungstage sind in der beigefügten PDF-Datei aufgeführt; bitte informieren Sie sich auf der untenstehenden Website über eventuelle Änderungen. ACHTUNG: Wegen wichtiger Restaurierungs- und Wartungsarbeiten ist die Festung ab Montag, dem 2. Februar 2026, für die Öffentlichkeit geschlossen – voraussichtlich bis Mitte Juni 2026. Geführte Gruppentouren starten zu folgenden Zeiten: Oktober bis März: 8:30, 9:30, 10:30, 11:30, 12:30, 13:30, 14:30, 15:30, 16:30 April bis September: Werktags: 8:30, 9:30, 10:30, 11:30, 12:30, 13:30, 14:30, 15:30, 16:30 Feiertage: 9:30, 10:30, 11:30, 12:30, 13:30, 14:30, 15:30, 16:30, 17:30 Die Tour findet überwiegend im Freien statt; wir empfehlen Ihnen, wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk zu tragen. Hunde sind an der Leine erlaubt. Für Gruppen ab 10 Personen oder Schulklassen ist eine Reservierung erforderlich: drm-pie.gavi@cultura.gov.it oder Tel. 0143 643554. An Feiertagen, einschließlich der ersten Sonntage im Monat, ist für alle Besucher eine Reservierung erforderlich. Tickets können online im Voraus erworben werden. Tickets sind online unter www.museiitaliani.it oder über die Musei Italiani App erhältlich. Die Bezahlung an der Museumskasse ist bar oder per Kartenzahlung möglich. PREISE Regulär 5 €; ermäßigt 2 € (18–25 Jahre). Freier Eintritt für Kinder unter 18 Jahren, ICOM-Mitglieder, Inhaber eines Museumspasses, Journalisten, Besucher mit Behinderung und deren Begleitpersonen (weitere Informationen zu freiem Eintritt finden Sie auf der untenstehenden Website). Freier Eintritt am ersten Sonntag im Monat.