Chiesa di Santa Maria Assunta

Das heutige, vollständig aus Terrakotta errichtete Gebäude stammt aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Die Giebelfassade mit ihren vier Strebepfeilern ist typisch für die piemontesische und lombardische Gotik, während das Portal mit seinem extrem hohen, spitzbogigen Terrakotta-Gesims eher an piemontesische Vorbilder erinnert. Der Innenraum ist durch fünf kreuzförmige Säulen in drei Schiffe gegliedert; die Seitenschiffe enden in zwei geraden Wänden, während das Mittelschiff zum viereckigen, kreuzgewölbten Presbyterium hin offen ist. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde die Kirche größtenteils von Malern der lombardischen Schule und von Manfredino Boxilio, dem älteren der beiden aus Tortona stammenden Malerbrüder, mit Fresken ausgeschmückt. Etwa auf halber Höhe des linken Seitenschiffs befindet sich der Altar des Heiligen Johannes des Evangelisten (auch bekannt als Suffrage-Altar), reich verziert mit Stuck und mit einem Gemälde der Kreuzigung versehen. Der polychrome Marmorhochaltar, ein typisches Werk lombardischer Handwerker, stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. In der rechten Wand des Presbyteriums führt eine Tür zu einer alten Kapelle, über der Ende des 16. Jahrhunderts der Glockenturm errichtet wurde. Hier befindet sich die älteste Schicht der Bilddekoration aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Am Ende des rechten Seitenschiffs steht der Rosenkranzaltar, der aufgrund der Fresken von Fiamminghino von hohem künstlerischem Wert ist. Die Kirche wurde ab 1929 aufgrund schwerwiegender baulicher Probleme umfassend restauriert: Insbesondere die Fassade hatte sich von den Jochen gelöst und neigte sich zur Straße hin – ein Problem, das erst durch die Maßnahmen von 1989/90 behoben werden konnte.