Chiesa di San Lorenzo

Bereits zur Zeit der Stadtgründung von Alessandria existierte eine Kirche, die den Heiligen Laurentius und Clemens geweiht war. Zwischen 1347 und 1350 wurde die Stadtkirche San Lorenzo mit der Kirche Santa Maria della Corte in Castellazzo Bormida zusammengelegt. Infolgedessen ließen sich die Geistlichen der Kirche in Castellazzo in Alessandria nieder, und die Pfarrkirche San Lorenzo wurde in Stiftskirche Santa Maria della Corte umbenannt. 1565 berichtete ein Pastoralbesuch von baulichen Mängeln, woraufhin die Kirche 1580 teilweise restauriert wurde. 1765 wurde die alte Kirche mit der Stiftskirche Santa Maria della Neve wiedervereint, die nach dem Bau der Zitadelle das Viertel Borgoglio verlassen musste. Aus dieser Vereinigung entstand die heutige Pfarrkirche. Das Projekt wurde vom Architekten Giuseppe Domenico Trolli entworfen und 1770 abgeschlossen. Der Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes auf elliptischem Sockel, die Reduzierung der Seitenaltäre und die Verdichtung der Eckräume veranlassten Trolli, sich der barocken Formensprache zuzuwenden. 1770 begann der Maler Pietro Antonio Pozzo mit der bildlichen Ausgestaltung des Innenraums, in dessen zentralem Gewölbe die Himmelfahrt Mariens dargestellt ist. Die Kirche wurde schließlich am 26. Juli 1772 von Bischof De Rossi unter dem Titel „Insigne Collegiata di Santa Maria della Corte e della Neve, vulgo San Lorenzo“ geweiht. Das Engagement des Bischofs hielt auch danach an, wie die Schenkung des Gemäldes „Der heilige Franziskus in seiner Herrlichkeit“ (1775) belegt, das sich noch heute in der Kapelle San Francesco di Sales befindet. Und in jedem Fall wurde die Kirche bis in die Jahre der französischen Herrschaft kontinuierlich mit piemontesischen und lombardischen Kunstwerken bereichert.